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GEDANKEN, NEUIGKEITEN UND TIPPS

Immer wieder greife ich zur Tastatur, um meine Gedanken zu ordnen, zu reflektieren und meine Erfahrungen zu teilen. 

 

Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und lebhafte Diskussionen!

 

Ihre und Eure Claudia (Schmoll)

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Über die Schwierigkeit, den ersten Beruf zu wählen

Seit fünf Jahren leite ich ein Projekt zur Berufsorientierung für Mittelschüler. Die Jugendlichen sind in der 7. oder 8. Klasse, wenn sie mit dem Projekt - und dem Thema - in Berührung kommen. Sie sind also im Alter von 13 - 14 Jahren, und, der Regel zur früheren Einschulung sei Dank, manchmal auch erst 12. Aber auch in der Realschule ist man nicht viel älter 15, wenn die Berufswahl-Entscheidung fallen soll - schließlich sollte man sich ein Jahr im Voraus bewerben. Immer wieder gerate ich im Freundes- und Bekanntenkreis in Diskussionen um die "Ausbildungsreife" und es fallen Aussagen wie "wenn die nicht wollen" und "null Bock Generation" oder auch "selber schuld", wenn sie keinen Ausbildungsplatz finden, die Berufswahl nicht treffen können etc. 

 

Wie sehen Sie das? Wie siehst Du das?

 

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich die Verantwortlichkeiten und Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verschoben haben. Zweijährige sind heute schon verantwortlich, ob sie den Mantel anziehen oder die Arztpraxis nach der Behandlung verlassen:

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Über die Zufriedenheit

Das neue Jahr hat angefangen, man hat sich gegenseitig Glück und Gesundheit und - Zufriedenheit gewünscht. Und ich stelle die These auf: Entweder man ist zufrieden oder man ist es nicht. Schon mit der Steigerungsform habe ich Mühe, denn gibt es ein "zufriedener" - und wann ist man am "zufriedensten"? Jeder hat seine eigene Messlatte, seinen persönlichen Bewertungsmaßstab, wann er zufrieden ist und wann sich das wohlige Gefühl gleich einer maßvollen Sattheit einstellt. Für mich hat Zufriedenheit auch viel mit Hunger zu tun. Hunger ist ein existentielles Bedürfnis, das der Mensch zu befriedigen anstrebt, um sich wohl zu fühlen. Und je nach Körper- und Magengröße braucht der ein oder andere schon mal mehr zu essen. Wenn er voll ist, sollte er voll sein. Aber auch wenn augenscheinlich für den äußeren Betrachter alles gut (und die Portion ausreichend) zu sein scheint, kommt ein Bedürfnis, eine inneren Stimme nach "Mehr", "Anders", "So-wie-ich-es-gerade-will" daher. Ich finde das sehr spannend. 

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Mindfucking mit sich selbst - wer denkt hier eigentlich was?

Schon länger zweifle ich ja daran, wer bei mir die Regie im Kopf hat! Spätestens seit der Lektüre "Wissen Sie, was ihr Gehirn denkt?" ist mir klar, dass die Neuronen und Synapsen in meinem Kopf ihr Eigenleben führen. Doch was passiert bei "Mindfuck"? Petra Bock hat in ihrem Buch "MINDFUCK" aus meiner Sicht sehr scharfsinnig analysiert, wie wir uns immer wieder selbst sabotieren. Eigentlich weiß man es schon lang, schon der Buddha fand heraus, dass alles nur im Kopf entsteht. Hilft dieses Wissen? Nun ja, also mir schon. Was mir daran gefällt, ist der Fakt, dass die Verantwortung und Handlungsmacht bei mir liegt. Jeden Moment auf's Neue.

 

Was sind denn nun "Mindfucks"? Es ist ein bisschen wie mit den Ohren bei dem Modell "Vier Seiten einer Nachricht" (Schulz von Thun), nur dass Petra Bock auf sieben Arten des Mindfucks kommt. Wir sabotieren uns aus ihrer Sicht durch Bewertung, Katastrophendenken, Druckmachen, Regeln-Hüten, Übermotiviation, Selbstverleugnung oder Misstrauen. "Ja", wird jetzt der ein oder andere denken, "aber es ist doch wichtig zu wissen, was richtig und was falsch ist, Regeln bringen Ordnung in unser Zusammenleben, und ein gesundes Misstrauen hat noch nie geschadet." Das ist schon richtig. Aber von wem 

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Mythos Traumjob

In meinem Beruf begegnen mir viele Menschen, die einen „Traumberuf“ suchen oder haben, und solche, die gerne einen „Traumjob“ möchten. Was steckt hinter diesem meist sehr innigen Wunsch? Zunächst ganz profan das Ziel viel Geld zu verdienen. Je jünger die Berufssuchenden, desto mehr steht die Assoziation Traumberuf - Traumjob - Geld im Vordergrund. Der zweite Grund ist, nichts machen zu müssen, was man nicht mag. Ein dritter Grund ist das Ansehen. Das Ansehen unter der Peer-Group, das Ansehen in der Kultur, das gesellschaftliche Ansehen. Natürlich gibt es weitere Hemmnisse auf der Suche nach einer möglichen Tätigkeit, sein Geld zu verdienen, wie „sich selbst verwirklichen“ oder „Spaß an der Arbeit zu haben“ oder „Erfüllung zu finden“. Bleiben wir mal bei den ersten drei genannten Gründen plus „die Erfüllung“:

 

1. Möglichst viel Geld zu verdienen

2. Etwas tun, das man mag

3. Die anderen finden den Beruf gut

 

4. Etwas Sinnvolles, Erfüllendes tun


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